8. Sicherheit, Backup und Datenschutz¶
Pfarrplaner verarbeitet personenbezogene Daten. Darum gehören Sicherheit und Wiederherstellbarkeit nicht an den Rand, sondern in den normalen Betriebsalltag.
8.1. Zugangsschutz¶
- Nur HTTPS nach außen
- starke Passwörter
- möglichst wenige Super-Admin-Konten
- getrennte Konten für normale Nutzung und Administration, wenn sinnvoll
- keine gemeinsamen Dauerpasswörter im Team
8.2. Serverhärtung¶
- nur nötige Ports öffnen
- SSH absichern
- Sicherheitsupdates des Betriebssystems zeitnah einspielen
- keine unnötigen Werkzeuge auf dem Produktionsserver belassen
8.3. Pfarrplaner-spezifische Härtung¶
Für Pfarrplaner selbst sollten Sie besonders darauf achten:
APP_DEBUGin Produktion auffalse- Entwicklerhilfen wie Boost, Telescope, Ignition-Runnable-Solutions oder Dusk nur gezielt und nie dauerhaft in Produktion aktivieren
- öffentliche Datei- und Bildlinks aus
attachments/nur über signierte URLs weitergeben - keine alten Direktlinks zu Logout-, Token-, Patch- oder Benutzerwechsel-Routen weiterverwenden, wenn Integrationen oder Eigenanpassungen existieren
- öffentliche Einbettungen und Feeds regelmäßig darauf prüfen, ob sie wirklich nur die beabsichtigten Daten preisgeben
Ein technischer Überblick über den Sicherheitsdurchgang und die abgesicherten Routen liegt im Technikhandbuch.
8.4. Backup¶
Ein brauchbares Backup des Docker-Betriebs umfasst mindestens:
- MariaDB-Datenbank
- alle Objekte im MinIO-Bucket
backup.yaml, Restic-Passwörter und SSH-Dateien insecrets/, separat und geschützt- DKIM-Schlüssel unter
secrets/dkim, wenn das Mail-Profil verwendet wird - das benannte Postfix-Queue-Volume, wenn eine laufende Zustellwarteschlange erhalten werden muss
./planer backup create erstellt den Datenbank- und MinIO-Satz und lädt ihn in
die aktivierten Restic-Repositories. ./planer backup verify prüft die
Sicherung; ./planer backup restore schreibt zunächst in ein separates
Verzeichnis. Ein produktiver Restore benötigt zusätzlich --apply --yes und
eine vorherige Sicherheitskopie.
Wichtig ist nicht nur das Erstellen, sondern auch das Wiederherstellen. Testen Sie regelmäßig, ob sich aus den Sicherungen wirklich eine lauffähige Instanz herstellen lässt.
8.5. Datenschutz¶
Prüfen Sie besonders:
- Wer darf welche personenbezogenen Daten sehen?
- Welche öffentlichen Ausgaben enthalten personenbezogene Daten?
- Welche Demo-, Test- oder Schulungsinstanzen enthalten Produktivdaten?
- Wie lange bleiben Protokolle, Uploads und Exporte gespeichert?
8.6. Mail und externe Integrationen¶
Externe Integrationen sollten sparsam und nachvollziehbar konfiguriert sein. Zugangsdaten gehören nur in geschützte Konfigurationswege, nicht in Tickets, Chats oder unverschlüsselte Notizen.
8.7. Vor größeren Änderungen¶
Vor Updates, Serverumzügen oder Integrationsarbeiten:
- Mit
./planer backup verifyein Backup prüfen. - Wartungsfenster festlegen.
- Rückfallplan festhalten.
- Verantwortliche informieren.